Diagnose von Hausstaubmilbenallergien

ALEX2® - die schlaue Art eine Sensibilisierung gegen Hausstaubmilben zu detektieren.

Sie sind nicht sichtbar.

Allerdings können sie viele Menschen spüren – Hausstaubmilben.

Wie kann man diese Allergie am besten diagnostizieren?

ALEX - die schlaue Art eine Sensibilisierung gegen Hausstaubmilben zu detektieren.

Wir sind ständig von Hausstaubmilben umgeben. Sie machen es sich in unserem Bett sowie Polstermöbeln gemütlich und verspeisen unsere abgestorbenen Hautzellen. Wo gegessen wird, wird verdaut… daraus ergibt sich natürlich ein Abfallprodukt: Kot. Milbenkot ist eines der Hauptursachen für Hausstaubmilbenallergie.

Sollte es euch spätestens jetzt, überall zu jucken beginnen… Ihr könnt euch wieder entspannt zurücklehnen! Ihr habt eine sehr gute Chance, dass ihr die Existenz dieser Tierchen nie in eurem Leben bemerken werdet.

Im Grunde sind sie für uns harmlose Lebewesen, solange sie unser Immunsystem auch als solche ansieht. Reagiert dieses jedoch über, dann wissen die Betroffenen meist ganz genau, wo sich Hausstaubmilben aufhalten, denn ihnen bereitet eine Allergie leichte bis schwerwiegendere respiratorische Symptome.

Was weiß man bereits über Hausstaubmilben?

In Europa sind hauptsächlich Milben der Dermatophagoiden Superfamilie (Dermatophagoides pteronyssinus – amerikanische Milbe und Dermatophagoides farinae – europäische Milbe), welche den Arachniden (Spinnentieren) angehören, für die Allergiesymptomatik verantwortlich.

Hauptallergene gehören der Gruppe 1 (Cysteinprotease), Gruppe 2 (NPC2 Familie) sowie Gruppe 23 (Peritrophin-like Proteindomäne) an. (1) Allergene der Hausstaubmilben D. pteronyssinus (Der p) and D. farinae (Der f) sind stark kreuzreaktiv.

Eine weitere Milbe, Blomia tropicalis, welche der Superfamilie der Glycyphagodae angehört ist in tropischen sowie subtropischen Gegenden hauptsächlich für Allergien verantwortlich. Im Falle einer Blomia tropicalis Sensibilisierung ist eine Co-sensibilisierung zu anderen Hausstaubmilben, etwa den Dermatophagoiden sehr wahrscheinlich.

Kreuzreaktivitäten zwischen Milbenproteinen, insbesondere Tropomyosine wie Der p 10, Der f 10 sowie Blo t 10 weisen eine Sequenzidentität von mehr als 90% auf. Zusätzlich sind 64% der Blomia Allergene spezies-spezifisch. Zu den Hauptallergenen zählen Blo t 5 (Gruppe 5 Allergene) und Blo t 21, deren biologische Funktion noch nicht bekannt ist. (2)

ALEX ist mit beiden Blomia Hauptallergenen sowie dem Tropomyosin Blo t 10 bestückt.

Wie macht sich eine Hausstaubmilbenallergie bemerkbar?

Im Grunde genommen, findet man Hausstaubmilben nahezu überall im Haus. Allergiker leiden meistens unter milden, respiratorischen Symptomen wie allergischer Rhinitis und Konjunktivitis und beschreiben die Erkrankung deshalb auch als – „Schnupfen, der einfach nicht besser wird“. Allerdings kann eine Hausstaubmilbenallergie sehr häufig auch schweres, allergisches Bronchialasthma auslösen. Durch den sehr nahen und langanhaltenden Hautkontakt, vor allem im Bett, sind Allergiker oftmals von Hautsymptomen wie dem atopischen Ekzem betroffen. Allergene der Hausstaubmilbe sind ein Risikofaktor für Kinder, die unter Asthma leiden. 85% aller Asthmatiker sind gegen Hausstaubmilben sensibilisiert. (3, 4)

ALEX geht als klarer Gewinner hervor!

Eine Hausstaubmilbenallergie wird aufgrund einer detaillierten Anamnese des Patienten, Haut-, Provokationstests sowie dem Nachweis von Allergen-spezifischen IgE Antikörpern diagnostiziert.

Die Verwendung von Hausstaubmilbenextrakten in Bluttests ist allerdings umstritten, da es aufgrund von Kontaminationen mit bakteriellen Antigenen zu falsch positiven IgE Testergebnissen kommen kann. (5) Andererseits weisen natürliche Allergenextrakte starke Qualitäts-, und Quantitätsunterschiede in Bezug auf die Hauptallergene der Gruppe 1 und 2 (Der p 1, Der f 1, Der p 2, Der f 2) auf, welche das Testergebnis verfälschen können. Des Weiteren wird es problematisch, wenn essenzielle Milbenallergene, wie Der p 5, Der p 7, Der p 21 und Der p 23 unterrepräsentiert sind und dadurch zu falsch negativen Ergebnissen führt. (6)

Die moderne Allergiediagnose - Technologie ALEX beinhaltet alle essenziellen molekularen Hausstaubmilben - Komponenten (Der p 1, Der p 2, Der p 5, Der p 7, Der p 10, Der p 11, Der p 20, Der p 21, Der p 23) und ermöglicht daher eine umfangreiche und präzise Diagnosestellung. Studien haben gezeigt, dass die Sensitivität von ALEX vergleichbar ist mit der Verwendung von herkömmlichen Extrakt-basierten Tests. ALEX bedient sich der modernsten Multiplex Test-Technologie, um einzelne Allergenmoleküle zu detektieren und ein umfangreiches Sensibilisierungsmuster zu erstellen. Diese Ergebnisse sind einerseits essenziell, um Patienten für eine Immuntherapie auszuwählen. Andererseits kann eine gezielte Desensibilisierung gegen spezifische, allergieauslösende Moleküle durchgeführt werden.

Aktuelle Studien

González-Pérez et al. (7) bestätigte die dominante Rolle von Der p 2, Der p 23 (86%) und Der p 1 (74%) in einer spanischen Asthmakohorte mit moderaten bis schweren Allergieverläufen. Zusätzlich konnten sie zeigen, dass mehr als 70% der Patienten gegen eines der Hauptallergene sensibilisiert waren. Allerdings konnten unter Einschluß der Der p 5, Der p 7 und Der p 21 Allergene 94% der Patienten diagnostiziert werden.

Eine weitere Studie (8) hat extraktbasierte und molekulare IgE-Diagnoseverfahren wie den ImmunoCAP®-Singleplex-Test (Der p 1, 2, 10 and 23), ImmunoCAP® ISAC – Multiplex-Test (Der p 1, 2 and 10), Allergy Explorer (ALEX®) Version 1 und Version 2 (Der p 1, 2, 5, 7, 10, 11, 20, 21 and 23) verglichen. Generell ist die Sensitivität molekularer Tests (positives Ergebnis: Sensibilisierung gegen mindestens ein Hausstaubmilbenallergen) etwas niedriger im Vergleich zu extraktbasierten Tests. Allerdings stieg die Sensitivität bei molekularen Tests, umso mehr Hausstaubmilbenallergene inkludiert waren. Deshalb erreichten ALEX mit 94.5% sowie ALEX® mit 93.5% die besten Sensitivitäten verglichen zu den anderen molekularen Assays, welche bei 93% (ImmunoCAP®) und 88.8% (ImmunoCAP® ISAC) lagen.

Eine Korrelation zwischen der Verwendung von molekularen Testsystemen und dem Hausstaubmilben-spezifischen IgE-Level wurde beobachtet, sprich hohe sIgE Werte erhöhen die Sensitivität molekularer Allergiediagnostik. Weiters bestätigten sie die Funktion von Der p 1, 2 und 23 als Hauptallergene. Sensibilisierungsraten lagen bei 55.3%, 77.7% and 54% jeweils. Mono-Sensibilisierung gegen Der p 5, 7, 11 oder 21 wurden in dieser Population nicht detektiert, schlussfolgernd konnten ein Einschluss dieser Hausstaubmilbenallergene die Sensitivität nicht erhöhen.

Bislang glaubte man, dass Der p 1 und Der p 2 ausreichen, um eine Hausstaubmilbenallergie zu diagnostizieren. Jedoch zeigte diese Studie, dass Der p 23 als drittes Hauptallergen angesehen und in molekularen Allergietestsystemen integriert werden muss. Interessanterweise, zeigt ALEX eine vergleichbare Sensitivität zu extraktbasierten Tests (97.2%) bei Patienten mit Allergen-spezifischen IgE Levels >1.0 kU/L.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Hausstaubmilbenallergiker ein sehr komplexes Muster an allergieauslösenden Milbenmolekülen erkennen. Deshalb spielen in der Diagnostik sowohl Hauptallergene als auch seltenere Allergene eine wichtige Rolle. Ebenso kann mit Hilfe der molekularen Allergiediagnostik eine Allergen-spezifische Immuntherapie zielgerichtet eingesetzt werden.

ALEX bietet die derzeit umfangreichste Sammlung von Hausstaubmilbenallergenen.

  1. doi: 10.1016/j.jaci.2016.08.014
  2. doi: 10.1159/000464325
  3. doi: 10.1016/j.jaci.2012.03.040
  4. doi: 10.1016/j.jaip.2015.06.019
  5. doi: 10.1111/all.13260
  6. doi: 10.1159/000337654
  7. doi: 10.1159/000510118
  8. doi: 10.1111/all.14271